Als wir Schwäne waren

von Behzad Karim Khani
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„Mein Deutsch ist mittlerweile gut genug, um zu verstehen, was Grönemeyer singt, aber nicht gut genug, um zu verstehen, warum er das tut.“

Einen Brief an seinen Sohn, das ist Behzad Karim Khani Roman. Er erzählt für eine Zukunft, die anders sein soll als die Vergangenheit und erinnert sich an seine Jugend in der Hustadt der 90er Jahre. Damals, Baseballschläger Jahre auch im Westen, als die die Siedlung hinter der Ruhr Universität sozialer Brennpunkt war und er als Kind iranischer Geflüchteter in Deutschland ankam. Er erzählt von Mais und Kornellkirschen, Kinderbanden im Keller, Coming-of-Age in Bochum, Grönemyer und Vfl, Wut und Demütigungen, Nazis und dem Versuch, Deutschland zu verstehen. Von seinen Eltern und von Luftwurzeln, die es braucht, um zu überleben. Und von Schwänen, die Zugvögel sind und die doch bleiben. 

Der Text spricht über Bochum, ist hier verortet, zuhause – und ist es doch nicht. Der messerscharfe Blick des Außenseiters zeigt das Vertraute mit den Augen eines Fremden, der sehr genau beobachtet. In dem schmerzhaften Riss zwischen Nähe und Distanz entstehen Möglichkeiten für ein gemeinsame Zukunft. Genau deshalb ist dieser Text gerade wichtiger denn je. Das Prinz Regent Theater bringt diesen Text als Uraufführung auf die Bühne und bezieht dabei Stimmen aus heutigen Hustadt mit ein, denn vieles hat sich geändert in der Siedlung und manches nicht. 

„Das ‚Heimatbuch eines Heimatlosen‘, (Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung). „Der kann schreiben wie kaum jemand und in diesem Buch zeigt er wieder, was für eine poetische Sprache er hat.“   (Elke Heidenreich, Spiegel online)

Mit: Jasmina Musić und Damon Zolfaghari
Regie: Antigone Akgün
Ausstattung: Marijke Wehrmann
Dramaturgie und Textfassung: Sabine Reich
Video: Mink Joester
Projektleitung Hustadt prt: Feras Christian Kaddoura – In Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff Hustadt Ifak e. V.  

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