Lesung und Gespräch: Erinnern und Gedenken – an die Opfer des „Euthanasie“-Programms der Nationalsozialisten

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Zwei Jahre hat die Arbeitsgruppe Stolperschwelle der OMASGEGENRECHTS Bochum und West zu den Bochumer Opfer des „Euthanasie“-Programms der Nazis geforscht – sie recherchierten im LWL-Archiv Münster, in Stadtarchiven, im Hauptarchiv Bethel, in den Arolsen Archives und im LWV-Archiv in Kassel und Hadamar. Die Ergebnisse dieser Arbeit bilden eine erschütternde Dokumentation über die Mechanik der Selektion und Tötung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Briefe, Dokumente aus Krankenakten und Archiveinträge bezeugen die grausamen Lebenswege hunderter Kinder und Erwachsener aus Bochum. Bevor am 08.06. am Rathaus die Stolperschwelle zum Gedenken der Opfer verlegt wird, erinnern wir in einer Lesung an die Personen, die durch die Nazis ermordet wurden.

Im Anschluss an die Lesung diskutieren wir über die aktuelle Bedeutung von Erinnerungskultur und GedenkenDie Initiatorinnen der Aktion, die OMASGEGENRECHTS berichten von der Projektentwicklung und sprechen mit ProfDr. med. Georg Juckel (Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums Bochum der Ruhr-Universität Bochum / Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin), Eckhard Sundermann vom „Verein für aufsuchende medizinische Hilfe für Wohnungslose“ und Frank Eschert  und Thomas Krebber, Lehrer am Berufskolleg im ev. Johanneswerk.

Musik: Gesamtkunstwerk e.V.
Lesung: Tim Alberti, Luise Kinner (Pour Ensemble) und Hella-Birgit Mascus mit Anette Wichmann und Sophia van Dijk (OMASGEGENRECHTS)
Moderation: Sabine Reich

Weitere Infos unter:

https://www.omasgegenrechts-bochum.de/stolperschwelle-2026/

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