Orpheus & Eurydike

Eine Oper ohne Orchester dafür in IV Akten, frei nach Christoph Willibald Gluck. Ein Gastspiel des POUR ENSEMBLE
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Das mixed-abled POUR ENSEMBLE arbeitet zum ersten Mal mit einer Oper und nähert sich mit seiner interdisziplinären Arbeitsweise dem Mythos von Orpheus und Eurydike in der hoffnungsvollen Version von Christoph W. Gluck an. Die Musiker*innen des POUR ENSEMBLE Gunda Gottschalk, Fabian Neubauer und Ute Völker erarbeiten eine sehr eigenwillige Interpretation der Gluck‘schen Musik. Die Ensemblemitglieder werden die Oper spielen, tanzen, schreien und auch singen – eine Premiere. Eine Annäherung an die Kunstform Oper, aber auch ein Stück über Mut, über die Liebe und über das Vermissen. Darüber, sich nach einem Menschen zu sehnen, eine Prüfung bestehen zu müssen und über die Schwierigkeit, sich nicht anschauen zu können.
Orpheus und Eurydike – die beiden sind eines der großen, tragischen Liebespaare der europäischen Kulturgeschichte. Entgegen dem Mythos verleiht Gluck seiner Oper jedoch ein versöhnliches Ende: Gerührt von Orpheus‘ tiefem Schmerz und der großen Liebe der beiden greift Amor ein und bringt Eurydike ins Leben zurück.

Spiel: Tim Alberti, Dorothea Brandt, Gunda Gottschalk, Stefan Hellwinkel, Luise Kinner, Fabian Neubauer, Leo Nitas, Kenji Takagi, Lioba Ullrich und Ute Völker
Regie: Jakob Fedler
Outside-Eye: Katharina Weishaupt
Musikbearbeitung: Gunda Gottschalk, Fabian Neubauer & Ute Völker
Bühne & Kostüm: Oliver Kostecka
Produktionsleitung: Ute Völker

In Kooperation mit: Kinder & Jugend Theater Dortmund, Prinz Regent Theater Bochum, zukünftiges Pina Bausch Zentrum Wuppertal & Orangerie Theater Köln.

Das POUR ENSEMBLE ist ein inklusives Ensemble, das sich 2015 in Wuppertal gegründet hat. Es setzt sich zusammen aus professionell arbeitenden Künstlerpersönlichkeiten mit und ohne Beeinträchtigungen aus den verschiedenen Sparten der Darstellenden Kunst: Sprechtheater, Tanztheater und Musiktheater. Diese Mischung macht die Theatersprache des Ensembles aus: Bewegung, Sprache und Musik sind gleichberechtigte Parameter, die sich gegenseitig beeinflussen und durchdringen. Die Akteurinnen und Akteure sind dabei nicht auf ihre „gelernte“ Disziplin festgelegt – der Tänzer wird zum Schauspieler, die Opernsängerin zur Tänzerin, und alle zusammen bilden die „Bühnenband“, die immer auch Teil des Geschehens ist. Das stellt alle vor neue Herausforderungen, ist immer ein Spiel mit Unsicherheit und Unwägbarkeiten. Es eröffnet neue und andere Zugänge zu den bearbeiteten Stoffen, es nivelliert das Gefälle zwischen den Künstler*innen mit und ohne Beeinträchtigungen, es schafft neue Sichtweise auf das eigene Können und erweitert das Repertoire aller Mitwirkenden.

Das POUR ENSEMBLE hat in den vergangenen Jahren vier erfolgreiche Bühnenproduktionen herausgebracht: „Ich selfie mich selbst“ (2016), „Ich bin ein Prinz“ (2018), „Pourquoi pas…?“ (2021/2022) und „Jakob von Gunten“ (2023/24). Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe von Künstlerpersönlichkeiten mit und ohne Beeinträchtigungen mit professionellem Anspruch ist in dieser Form in NRW einzigartig. Im Zeitraum 2023-2025 wird die Arbeit des POUR ENSEMBLE vom Land NRW mit einer dreijährigen Konzeptionsförderung unterstützt. Die Auseinandersetzung mit der Oper „Orpheus und Eurydike“ ist das zweite Projekt im Förderzeitraum.

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